Unsere Heidekartoffeln - eine Liebesgeschichte

Bei uns zu Hause stehen fast jeden Tag Kartoffeln auf dem Tisch. Dass sie köstlich sind steht außer Frage. Aber dass sie auch extrem gesund sind weiß nicht jeder. Ach ja – und vielfältig ist die Kartoffel natürlich auch. Der Reigen wunderbarer Knollensorten ist riesengroß und reicht von violet über feuerrot bis zum leuchtenden gelb unserer Heidekartoffeln. Enorm vielfältig ist sie zudem in der Zubereitung: ob als Gratin, Salzkartoffel oder Knödel – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Auf dieser Seite wollen wir euch ein wenig mehr über unser Lieblingsgemüse erzählen und euch Hintergrundwissen zu Nährwerten, Geschichte und Anbau geben. Wir wollen aus euch echte Knollenexperten machen – denn wer die Stärken der Kartoffel kennt, der isst mit noch mehr Freude!

Kartoffeln Pflanzmaschine auf den Heidehöfen

Nudeln Gehen schnell - Kartoffeln aber...

Mehr Vitamin C als ein Apfel? Wer Kartoffeln auf seinen Speiseplan setzt, nimmt  große Mengen an Vitamin C zu sich. In 100 Gramm Erdäpfeln stecken 12 Milligramm des gesunden Nährstoffs. Erstaunlich: Äpfel enthalten oft weniger Vitamin C. Schon drei Kartoffeln decken fast zwei Drittel unseres täglichen Vitamin-C-Bedarfs.

Da Kartoffeln viele langkettige Kohlenhydrate enthält, kann der Körper diese nur langsam verdauen. Deshalb hält das Sättigungsgefühl auch besonders lange an.

Natürlich sind Kartoffeln Dickmacher – wenn man sie als Pommes oder Chips isst 🙂

100 Gramm Kartoffeln haben aber gerade mal 69 Kalorien. Beilagekonkurrenten wie Reis (ca. 90 Kalorien) oder Nudeln (ca. 150 Kalorien) schneiden deutlich schlechter ab.

Das Gemüse liefert mit zwei Gramm zwar nur recht wenig Eiweiß, dafür ist dieses aber besonders hochwertig. Der Körper kann die Proteine der Kartoffel relativ leicht in körpereigene Eiweiße umwandeln.

Kartoffeln bestehen zu 77 Prozent aus Wasser und haben Fettanteil von 0,02%. Wer auf eine bewusste Ernährung setzt, darf also gerne zugreifen. 

Wer mit Magenbeschwerden, wie Sodbrennen, zu kämpfen hat, der sollte über einen längeren Zeitraum hinweg täglich Kartoffelsaft zu sich zu nehmen. Die basische Wirkung der Kartoffel führt meistens zu einer schnellen Linderung der Beschwerden.

Auch bei akuten Magen-Darm-Beschwerden hat sich Kartoffelbrei als sehr hilfreich bewährt. Aufgrund der in den Kartoffeln enthaltenen Stärke können Säure und Gifte, wie sie beispielsweise bei Durchfall entstehen, gebunden werden und wirken damit beruhigend.

Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Kartoffeln gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Quelle: eatsmarter.de

Heidekartoffeln richtig lagern

1. Wähle einen dunklen Ort – zum Beispiel den Keller, die Speisekammer oder auch die Garage. Alternativ können Kartoffeln auch in einem Leinen- oder Jutebeutel gelagert werden, um sie vor Licht zu schützen.

2. Die ideale Lagertemperatur beträgt 4°C – 8°C. Ab ca. 10°C beginnen die Knollen zu Keimen. Unterhalb von 4°C beginnen die Heidekartoffeln Stärke in Zucker umzuwandeln wodurch sie einen süßen Geschmack entwickeln. 

3. Kartoffeln mögen es trocken und luftig. Idealerweise sollten die Kartoffeln in einen offenen aber gleichzeitig dunklen Karton. In unseren Versandkartons können es die Heidekartoffeln gut aushalten – der Karton sollte allerdings geöffnet mit Stoff oder Papier abgedeckt stehen. 

4. Für den Fall, dass die Kartoffeln trotzdem grüne Stellen oder kleine Keime bekommen haben, kannst du diese vor dem Verzehr einfach großzügig entfernen. Man kann die Kartoffeln trotzdem noch essen. Als kleine Indikation, wann die Kartoffeln noch taugen hier ein paar Richtwerte: kleine Kartoffeln bei weniger als 4 Keime, handgroße Kartoffeln bei weniger als 7 Keimen. Die Keime sollten nicht länger als 5cm sein. Danach werden die Knollen aber sowieso schrumpelig und schwer zu verarbeiten.  

Eine kurze Geschichte der Kartoffel

Krumbeere, Ziemniaki, Erdäpel oder Kartoffeln. Die leckeren Knollen tragen viele Namen. Ihren Ursprung hat die Kartoffel in Südamerika, wo sie Patata genannt wurde. Die spanischen Entdecker brachten sie mit nach Europa, wo sie ihren Siegeszug als gesundes und widerstandsfähiges Nahrungsmittel einfach fortsetzte.

In Deutschland verbinden viele vor allem den preussischen König Friedrich den Großen mit der Kartoffel. Nach den Verheerungen und Hungersnöten der Schlesischen Kriege, soll er 15 “Kartoffelbefehle” erlassen haben. Selbst die Pastoren mussten von der Kanzel herab die Vorzüge der Knollen “lobpreisen”. 

Zwei Ökonomen der Havard-Universität attestierten ihr gar einen großen Anteil daran, dass in Europa die Bevölkerungszahlen zwischen 1700 und 1900 um mehr als das Dreifache auf 400 Millionen Menschen wachsen konnte.

 

 

Und was kommt als nächstes?

Und wer weiß, was die Zukunft unserer Lieblingsknolle noch bringen mag? Während die Deutschen jetzt dreimal weniger Kartoffeln essen als noch in der Nachkriegszeit und gerne auch Reis und Nudeln in den Topf werfen, will die Regierung Chinas, der Heimat von Reis und Nudeln, mit der genügsamen Knolle die Ernährungsprobleme des Riesenreiches lösen und lässt sie von den Staatsmedien bejubeln wie einst die „Knollenprediger“ des Alten Fritz.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Joachim Ringelnatz der da sagte: „Jetzt schlägt deine schlimme Stunde, du Ungleichrunde, du Ausgekochte, du Zeitgeschälte, du Vielgequälte, du Gipfel meines Entzückens. Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens mit der Gabel! Sei stark! Ich will auch Butter, Salz und Quark“

15 Kartoffel Befehle
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