15 Kartoffel Befehle

Die Geschichte der Kartoffel

Krumbeere, Ziemniaki, Erdäpel oder Kartoffeln. Die leckeren Knollen tragen viele Namen. Ihren Ursprung hat die Kartoffel in Südamerika, wo sie Patata genannt wurde. Die spanischen Entdecker brachten sie mit nach Europa, wo sie ihren Siegeszug als gesundes und widerstandsfähiges Nahrungsmittel einfach fortsetzte.

In Deutschland verbinden viele vor allem den preussischen König Friedrich den Großen mit der Kartoffel. Nach den Verheerungen und Hungersnöten der Schlesischen Kriege, soll er 15 “Kartoffelbefehle” erlassen haben. Selbst die Pastoren mussten von der Kanzel herab die Vorzüge der Knollen “lobpreisen”.

Zwei Ökonomen der Havard-Universität attestierten ihr gar einen großen Anteil daran, dass in Europa die Bevölkerungszahlen zwischen 1700 und 1900 um mehr als das Dreifache auf 400 Millionen Menschen wachsen konnte.

Und was kommt als Nächstes?

Und wer weiß, was die Zukunft unserer Lieblingsknolle noch bringen mag? Während die Deutschen jetzt dreimal weniger Kartoffeln essen als noch in der Nachkriegszeit und gerne auch Reis und Nudeln in den Topf werfen, will die Regierung Chinas, der Heimat von Reis und Nudeln, mit der genügsamen Knolle die Ernährungsprobleme des Riesenreiches lösen und lässt sie von den Staatsmedien bejubeln wie einst die „Knollenprediger“ des Alten Fritz.

Zum Abschluss noch ein Zitat von Joachim Ringelnatz der da sagte: „Jetzt schlägt deine schlimme Stunde, du Ungleichrunde, du Ausgekochte, du Zeitgeschälte, du Vielgequälte, du Gipfel meines Entzückens. Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens mit der Gabel! Sei stark! Ich will auch Butter, Salz und Quark“

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